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50 ways to leave your lover- oder: Wie ich nach einer Trennung noch in den Spiegel schauen kann.

50 ways to leave your lover - Wie ich nach einer Trennung noch in den Spiegel schauen kann (Teil2)

Teil 2

Eine Trennung oder Scheidung birgt immer die Gefahr, Dinge zu tun, die man unter weniger emotionalen Umständen niemals tun würde. Hier geht es um verletzte Gefühle, der Kampf um die finanzielle Zukunft, die Trauer um eine gescheiterte Liebe und um die zukünftige Beziehung zu den Kindern.
Damit sie auch nach einer Trennung oder Scheidung noch ohne Scham in den Spiegel blicken können, sammeln wir hier in 50 Punkten Grundsätzliches, Nützliches und Informatives zum Thema.

ZU TEIL 1

5. Sorgen Sie für sich


Ihr Kind, Ihre Kinder sind von Ihnen abhängig. Ihre Kinder sind gut gelaunt, wenn auch Sie gut gelaunt sind. Schaffen Sie sich kleine Inseln, auf denen Sie für sich sein können. Denken Sie daran, was Sie früher gerne gemacht haben, bevor Sie Mutter oder Vater waren. Ganz egoistisch. Das darf, muss und soll sein. Stabile Eltern sorgen für stabile Kinder.

6. Papa- und Mamazeiten werden von den Eltern –gemeinsam– geregelt


Es ist für Kinder wichtig, klare Regeln zu haben. Und erwartbare Eltern. Ganz egal, ob die Eltern zusammenleben oder nicht. Klären Sie als Eltern, wann Ihr Kind bei wem ist. Und bitte nie so: „Sag der Mama/dem Papa, dass ich nächsten Freitag 1 Stunde später komme.“ Das geht schief! Und Ihr Kind hängt zwischendrin. Sollte es zu schwierig sein, sich gut abzusprechen, holen Sie sich Unterstützung. Bei einer Erziehungsberatungsstelle oder beim Jugendamt.

7. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Kinder

Vor allem in der Phase, wo es Ihnen wegen der Trennung besonders schlecht geht, wo der Streit zwischen den Eltern eskaliert, wo es finanzielle Sorgen durch die Trennung gibt, die Existenz bedroht zu sein scheint, kann es leicht passieren, dass die Bedürfnisse der Kinder nicht mehr gesehen werden. Kinder verhalten sich oft „vernünftig“, um die Eltern nicht noch mehr zu belasten. Und werden übersehen. Oder sie verhalten sich besonders auffällig, damit sie endliche Gehör finden, und werden bestraft. Oder… Es gibt nicht DIE Reaktion, die immer kommt. Nehmen Sie sich, besonders in den schwierigen Phasen, bewusst Zeit. Wo Sie nichts anderes machen, als Ihr Kind, Ihre Kinder wahrzunehmen, in Kontakt zu treten. Etwas Schönes zusammen unternehmen. Den Kindern Gehör geben. Wenn der Alltag zu chaotisch erscheint: Schreiben Sie in Ihren Kalender, wann Sie sich diese Zeit nehmen. Und blenden Sie dann alles andere aus.

8. Faire Lösungen

Finden Sie faire Lösungen, was gemeinsame Erinnerungen wie Fotoalben, Erinnerungsstücke, Musiksammlungen, Bücher usw. angeht. Dinge, die keinen oder kaum finanziellen, aber einen ideellen Wert darstellen. Ihr Kind ist darauf angewiesen, dass die Eltern auch nach einer Trennung miteinander kooperieren. Bei unfairen Lösungen geht das nicht gut.

FORTSETZUNG FOLGT

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